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Freie Waldorfschule Niederrhein-Aue
Lernen

Bei uns ist Lernen ein Erlebnis.

Mit Kopf, Herz und Hand — und mit allem, was dazwischen ist.

Wir glauben: Kinder lernen am besten, wenn sie staunen, anfassen, ausprobieren und sich Zeit nehmen dürfen. Unser Lehrplan verbindet Wissen mit Erfahrung — vom ersten Schultag bis zum Abschluss.

Aquarellbild eines Kindes — Wasserfarben in Blau und Rot
Pädagogik

Was uns leitet.

Sechs Prinzipien, die unseren Unterricht und unseren Schulalltag prägen.

Begegnungspädagogik

Lernen geschieht zwischen Menschen — nicht zwischen Kind und Bildschirm.

Wahrnehmung stärken

Die Welt zuerst sinnlich erfahren, dann begreifen, dann denken.

Rhythmus statt Druck

Tagesrhythmus, Wochenrhythmus, Jahreslauf — verlässliche Struktur statt Hektik.

Eigenständigkeit

Kinder dürfen Fehler machen. Daraus wächst Verantwortung — und Freiheit.

Friedensschule

Respekt, Konfliktfähigkeit und Mitgefühl gehören zum Lehrplan wie Mathematik.

Kunst und Handwerk

Eigenes Schaffen schärft Wahrnehmung und Selbstvertrauen — in jedem Fach.

Klassenstufen

Vom Schulanfang bis zum Abschluss.

Drei Lebensphasen, drei pädagogische Schwerpunkte. Wir begleiten Kinder kontinuierlich — und mit dem, was sie auf dem jeweiligen Weg brauchen.

01
Klasse 1–4

Die Grundschulzeit

In der Unterstufe begleitet die Klassenlehrer*in die Kinder durch alle Hauptfächer — kontinuierlich, vertraut, in einem geschützten Rahmen.

02
Klasse 5–8

Die Mittelstufe

Wachsende Selbstständigkeit, mehr Fachunterricht, größere Projekte. Jugendliche erweitern ihren Horizont durch Praktika und neue Themen.

03
Klasse 9–13

Die Oberstufe

Wir wachsen in die Oberstufe hinein. Hier werden Waldorfabschluss und alle staatlichen Abschlüsse vorbereitet — vom Hauptschul­abschluss bis zum Abitur.

Schulabschlüsse

Nach zwölf Schuljahren erwerben unsere Schüler*innen den anerkannten Waldorfabschluss. Zusätzlich sind je nach Begabungsrichtung alle staatlichen Abschlüsse möglich:

  • Hauptschulabschluss
  • Mittlerer Bildungsabschluss
  • Fachhochschulreife / Fachabitur
  • Abitur (am Ende des 13. Schuljahrs)
Waldtag

Ein ganzer Tag pro Woche — im Wald.

Unsere Erst- und Zweitklässler verbringen einmal pro Woche einen vollen Schultag draußen — in fester Gruppe, mit ihrem Klassenlehrer. Hier wird gewandert, gestaunt, geschnitzt, gebaut und gemeinsam beobachtet, wie sich die Jahreszeiten Woche für Woche verändern.

Was die Kinder dabei lernen, lässt sich in keinem Klassenraum nachstellen: Wahrnehmung schärfen, Ausdauer entwickeln, Vertrauen in die eigenen Sinne — und in das Miteinander.

Epochenunterricht

Eintauchen statt antippen.

Im Hauptunterricht widmen wir uns drei bis vier Wochen am Stück einem Thema — Mathematik, Deutsch, Geografie oder Geschichte. So werden Lerninhalte tief verankert statt zerstückelt.

Kinderhand mit Becken — Musik im Schulalltag

Unsere Fächer im Überblick

  • Hauptunterricht

    Mathematik, Deutsch, Geografie, Geschichte — in mehrwöchigen Epochen vertieft.

  • Fremdsprachen

    Englisch und Französisch ab Klasse 1.

  • Künstlerisches

    Malen, Plastizieren, Musik, Eurythmie — von der ersten bis zur letzten Klasse.

  • Handwerk

    Stricken, Häkeln, Schreinern, Schmieden, Gartenbau, Hauswirtschaft.

  • Bewegung

    Sport, Eurythmie, Outdoor-Aktivitäten — der Körper denkt mit.

  • Praktika

    Land-, Forst- und Sozialpraktikum, Industrie- und Berufspraktikum in der Oberstufe.

Praktika

Lernen mit allen Sinnen.

In der Mittel- und Oberstufe verlassen unsere Schüler*innen den Klassenraum: Sie arbeiten in der Landwirtschaft, in Werkstätten und in sozialen Einrichtungen. Selbstständigkeit, Respekt und Berufs­orientierung wachsen dort, wo Theorie auf echte Welt trifft.

Klasse 7

Forstpraktikum

Eine Woche Wald-Arbeit: Pflege, Schutz, Verstehen unseres größten Ökosystems.

Klasse 9

Landwirtschafts­praktikum

Drei Wochen auf einem Bauernhof — Kühe melken, Felder bestellen, anpacken.

Klasse 11

Sozial­praktikum

Drei Wochen in Pflegeheim, Kindergarten oder Behindertenhilfe — Empathie üben.

Klasse 11

Industrie­praktikum

Werkstatt, Produktion, Büro: Berufsorientierung mit echten Eindrücken.

Mythen

Mythen über Waldorfschulen — und was wirklich stimmt.

Vorurteile über Waldorf gibt es viele. Schauen wir uns an, was davon stimmt — und was nicht.

Ja

Schüler können tatsächlich ihren Namen tanzen.

Vorausgesetzt, sie haben Lust dazu natürlich. Lernen tun sie es im Fach Eurythmie — eine Bewegungskunst, die Töne und Laute in Bewegungen umsetzt.

Ja

Schüler bekommen viele Jahre keine Noten.

Waldorflehrer beurteilen alle zwölf Schuljahre in Textform. So bilden sie genauer ab, welche Entwicklungsschritte ein Kind vollzogen hat oder wo Potenzial nicht ausgeschöpft wurde. Ab der 7./8. Klasse — manchmal auch früher oder später, sowie beim Schulwechsel — gibt es zur Einordnung auch eine Beurteilung in Notenform.

Ja

Schüler müssen keine Klassenstufe wiederholen.

Sprich: Sie bleiben nicht sitzen. Lernen vollzieht sich in Gemeinschaft, und diese bildet sich im Sozialen — also auch im altersgemäßen Gefüge. Ausnahmen bestätigen hier übrigens die Regel!

Nein

Es gibt nicht nur die Fächer „Singen" und „Klatschen".

Auch wenn im Fächerkanon den kognitiven Fächern keine wichtigere Rolle beigemessen wird als den künstlerischen, musischen, handwerklichen oder Bewegungskünsten — alle regulären Fächer haben ihren Platz. Und darüber hinaus noch mehr: Projektive Geometrie, Kombinatorik, perspektivisches Zeichnen, Buchbinden, Schmieden, Gartenbau, Steinmetzen, Handarbeit …

Nein

Schüler müssen für ihre Schulabschlüsse nicht die Schule wechseln.

Die mittleren Abschlüsse werden in der Regel in der 10. oder 11. Klasse abgelegt, Fachhochschulreife und Abitur in der 13. Klasse. Das kann je Bundesland variieren — aber ein Schulwechsel ist nicht nötig. Die Kinder und Jugendlichen lernen mindestens zwölf Jahre gemeinsam in einem Klassenverband.

Mehr Material zur Waldorfpädagogik

Videos, Artikel, Fragen & Antworten — kuratiert für (zukünftige) Eltern.